Fiat Multipla 1999

 

Presse-Information  I F 06/1999

Multipla Fiat - das Auto von morgen

Innovativer Kompakt-Van setzt durch Konzept und Form eigene Maßstäbe Sechs Personen finden in zwei Sitzreihen plus Gepäck komfortabel Platz

Sympathisch im Auftritt, kompakt in den Abmessungen und eigenwillig im Design - so präsentiert sich der Multipla Fiat. Der knapp vier Meter lange Kornpakt-Van vereint in sich viele Lösungen, die ebenso praxisgerecht wie zukunftsweisend sind. Er verbindet die Raumanforderungen eines Vans mit dem Fahrvergnügen eines Pkw und sprengt dabei die Grenzen üblicher Fahrzeugsegmentierung. Der Multipla Fiat, der in Form, Konzept und Funktionalität die Innovationskompetenz des italienischen Automobilherstellers unterstreicht, steht ab dem 24. April 1999 bei den deutschen Händlern.

Der Multipla Fiat entzieht sich mit einer Länge von 3,99 m, einer Höhe von 1,67 m und einer Breite von 1,87 m dem Dimensionsrahmen der Van-Klasse. Dennoch bietet er sechs Personen in zwei Reihen auf sechs gleich großen Einzelsitzen komfortabel Platz - ein 430 Liter großes Gepäckabteil eingeschlossen. Die leicht herausnehmbaren, nur 14 Kilogramm schweren Einzelsitze garantieren dem Kompakt-Van extrem große Variabilität, womit er vielen Einsatzarten in Beruf und Freizeit gerecht wird. So läßt sich z.B. der ebene Gepäckraum auf bis zu 1.300 Liter vergrößern, kann der Mittelsitz vorn durch eine Kühibox ersetzt werden.

Der Multipla Fiat fällt auch optisch aus dem Rahmen der Van-Klasse. Mit rundlicher Front, den in drei Ebenen angeordneten Scheinwerfern, niedriger Gürtellinie, senkrechtem Seitenaufbau und gewölbtem, steilem Heck schuf das Centro Stile Fiat ein zum innovativem Konzept des Multipla passendes Erscheinungsbild. Das gilt auch für das Armaturenbrett mit seinem in die Mitte verlegten Cockpit-Block samt großem Tachometer und griffgerecht angeordnetem, kurzem Schalthebel.

Der Multipla Fiat wird auf dem deutschen Markt wahlweise mit zwei Ausstattungsversionen (SX, ELX) und zwei Motoren angeboten: einem 76 kW (103 PS) starken 1,6-Liter-Vieventil-Benziner (0 bis 100 km/h in 12,6 Sekunden, Höchstgeschwindigkeit 170 km/h, Verbrauch 8,6 l kombiniert nach 93/116 EG) und einem wirtschaftlichen 1,9-Liter-Turbodiesel-Direkteinspritzer mit Common-Rail-Technik, der 77 kW (105 PS) leistet (0 bis 100 km/h in 12,4 Sekunden, Höchstgeschwindigkeit 170 km/h, Verbrauch nach 92/116/EG 6,4 l kombiniert).

Dazu komplettieren zwei mit alternativem Treibstoff laufende Triebwerke die Antriebspalette: ein wahlweise mit Benzin oder Erdgas arbeitender 1,6-Liter-Motor im Multipla Bipower und dessen rein gasbetriebene Variante im Multipla Blupower. Ab Ende 1999 wird ein extrem umwelffreundliches Hybrid-Modell, das je nach Bedarf von einem Verbrennungs- oder Elektromotor angetrieben wird, die Angebotspalette des italienischen Kompakt-Van ergänzen. Der Multipla Ibrida ist dann das erste europäische Serienmodell mit Hybridtechnik.

Der Multipla Fiat ist auch ein sicheres Auto. Fahrer-Airbag, Doppel-Airbag für die beiden Beifahrer, Seitenairbags und Gurtstraffer vorne, Dreipunkt-Gurte auf allen Sitzen, ABS und die Sicherheitskarosserie auf Space-Frame-Basis sind dafür ein Beleg. Dazu sorgt eine gute Serienausstattung für Fiat typische Komfortattribute. Mit dem Multipla präsentiert Fiat ein Fahrzeug, das bei kompakten Außenmaßen eine neue, intelligente Raumgestaltung ermöglicht und so eine neue Fahrzeugkategorie schafft. Wie schon vor über 40 Jahren der Fiat 600 Multipla, der damals bereits auf kleinstem Raum großen Transportnutzen ermöglichte.


Multipla Fiat - kompakt, vielseitig und innovativ

Italienischer Kompakt-Van erschließt seiner Klasse neue Dimensionen Platz für sechs auf knapp vier Metern, bis 1.300 Liter Kofferraumvolumen

Multipla heißt der neue Kompakt-Van von Fiat, der die Raumanforderungen eines Vans mit dem Fahrvergnügen eines kompakten Pkw verbindet. Der knapp vier Meter lange Sechssitzer, dessen erste Studie auf dem Pariser Automobil-Salon 1996 für Aufsehen sorgte, sprengt nicht nur durch sein innovatives Design, sondern auch durch die Sitzanordnung in zwei Dreierreihen die Grenzen bisher üblicher Fahrzeugsegmentierung. Dazu bietet er ein Raumgefühl und ein Fahrerlebnis, das den neuen Kompakt-Van an die Spitze seiner Klasse stellt. Eine Klasse, der für die kommenden Jahre große Zuwachszahlen vorausgesagt werden.

Der Multipla Fiat, dessen Name bewußt an den Vorfahren dieser Fahrzeugkategorie aus den 50er-Jahren anknüpft, ist ein völlig neues Auto, das auf keiner bestehenden Korizern-Plattform basiert. Seine aus feuerverzinkten Längs- und Querträgern bestehende Bodengruppe garantiert einen ebenen Fahrzeugboden, über dem sich die auf einem Space-Frame basierende Karosserie sparint. Der neue Fiat ist als Mehrzweckauto konzipiert, das je nach Bedarf als Limousine, Kombi oder Minivan genutzt werden kann und die Vorzüge der verschiedenen Modelle in sich vereint. Ein Konzept, mit dem er den geänderten Ansprüchen einer wachsenden Käuferschicht entgegenkommt, die von ihrem Fahrzeug größtmögliche Flexibilität im beruflichen Einsatz und in der Freizeit erwartet.

Der Multipla Fiat ist nicht nur optisch wie konzeptionell innovativ, sondern beinhaltet in Technik, Qualität, Sicherheit, Wirtschaftlichkeit und Komfort den hohen Standard, der alle Modelle des italienischen Automobilherstellers auszeichnet die gute Serienausstattung und das auf den Einsatzzweck abgestimmte Zubehör eingeschlossen. Dazu ist er wendig, übersichtlich, nimmt nur eine Verkehrsfläche von 7,5 Quadratmetern in Anspruch und glänzt durch ebenso einfache wie ausgeklügelte Bedienung. Der neue Kompakt-Van wartet zudem mit einem guten Preis-/Leistungverhältnis auf und steht ab dem 24. April bei den deutschen Händlern - wahlweise in 13 attraktiven Farben.

Das Design

Der Multipla Fiat signallsiert bereits optisch sein Grundkonzept - außen kompakt, innen viel Platz - und fällt mit seinem Erscheinungsbild aus dem Rahmen der Van-Klasse. Weiche Linien und gerundete Flächen schaffen im Zusammerispiel mit betonten Senkrechten eine ebenso innovative wie markante Linie, für die das Centro Stile Fiat verantwortlich zeichnet und die dem italienischen Kompakt-Van einen unverwechselbaren Auftritt garantiert. Ein Design, das sich unkonventioneller Stylingelemente bedient und die Vorgabe kompakter Außenmaße (Länge 3,99 m, Breite, 1,87 m, Höhe 1,67 m) in Verbindung mit einem großen Innenraum in fließender Formensprache umsetzt. Mit kurzen Karosserieüberhängen, langem Radstand und breiter Spur vermittelt der Multipla Fiat dazu die Werte von hoher Solidität und Stabilität.

Die rundliche Front, die zusammen mit der niedrigen Motorhaube an einen Delphin erinnert, wird von Scheinwerfern dominiert, die dort plaziert wurden, wo sie ihre Funktion am besten erfüllen: Die Fernscheinwerfer direkt unterhalb der Windschutzscheibe - was die Ausleuchtung der Straße optimiert - , die Nebelscheinwerfer im Stoßfänger so nah wie möglich zum Boden und die Hauptscheinwerfer traditionell in Hüfthöhe. Weitere optische Fixpunkte sind der wuchtige Stoßfänger mit markanten Lufteinlässen Lind die von der Motorhaube nach oben abgesetzte, weit ins Dach reichende Frontscheibe.

Auffallend beim Multipla Fiat ist auch die Trennung zwischen niedriger Fahrzeugbasis und geräumigem Aufbau. Sie unterstreicht zum einen das technische Konzept des Multipla - Unterbringung von Motor, Fahrwerk und allen Aggregaten vorn sowie im unteren Bereich, größtmögliches Platzangebot im darüberliegenden Innenraum - und steht zum anderen durch die profilierte Seitenlinie für den Sicherheitsanspruch des neuen Fiat.

Die Seitenansicht ist geprägt vom üppig verglasten Aufbau des Multipla Fiel ~mit 4,2 Quadratmetern verglaster Fläche Rekordhalter in seiner Klasse), dem massive A-, B- und C-Säulen nicht nur optisch die notwendige Solidität verleihen. Die weit und schwungvoll nach vorn verlaufende Seitenscheibe der Fahrertür mündet in einem zusätzlichen Fenster oberhalb der Rückspiegel. Breite Türen mit bündigen Griffschalen, Seitenschutzleisten und große Radausschnitte sind weitere praktische Elemente.

Breit und massig angelegt ist das kurze und steile Heck des Multpla Fiat, in dem die große, mittig gewölbte Heckscheibe als zentrales Element fungiert. In ihrem schwarzen Rahmen sind dritte Bremsleuchte und Wischer integriert. Der Wölbung der Scheibe folgt auch die Hecklappe mit integriertem Nummernschildhalter, die im unteren Bereich in den wuchtigen Stoßfänger übergeht. Weit außen plaziert sind die herzförmig gestalteten Rückleuchten.

Daß der Multipla Fiat auch im Windkanal eine gute Figur macht, beweist sein niedriger Luftwiderstandsbeiwert (c, = 0,32) - ein Top-Wert in seiner Klasse. Das kraftvoll-dynamische Profil des italienischen Kompakt-Vans wird noch durch eine breite Farbpalette unterstrichen (drei Pastell- und zehn Metallicfarben), die u.a. mit gardenagrün, wayblau und barockrot auf den Charakter des neuen Kompakt-Van abgestimmt sind.

Der Innenraum

Der Innenraum des Multipla Fiat greift das innovative und markante Styling der Karosserie konsequent auf. Er überzeugt durch ein sehr gutes Raumangebot,

das durch seine intelligente Ausnutzung eine zusat21iche Aufwertung erfährt. Das freundliche Interieur samt frischen Farben, die reichhaltige Ausstattung und eine Fülle pfiffiger Details setzen weitere Akzente.

Der hohe, breite sowie großzügig verglaste Aufbau garantiert zusammen mit der niedrigen Gürtellinie eine gute Rundumsicht auf allen sechs Sitzplätzen und schafft ein neues Raumgefühl. Vor allem der Fahrer genießt einen guten Überblick, wobei ihm die großen, zweigeteilten Außenspiegel mit Panoramaeinsät

zen, die den toten Winkel eliminieren, beim Einparken und Rückwärtsfahren

wirkungsvoll helfen. Die verwendeten Materialien sind von hoher Qualität, bieten in Haptik und Optik ein Gefühl hoher Wertigkeit und offenbaren in ihrer Beschaffenheit auch die Liebe der Fiat Designer zum ebenso irinovativen wie benutzerorientierten Detail.

Wie zum Beispiel beim Armaturenbrett. Es wurde nach streng ergonomischen Gesichtspunkten gestaltet und berücksichtigt die Gebrauchshäufigkeit der Anzeigen und Schalter. So rückte der Tachometer auf die rechte Seite des Lenkrads hin zur Fahrzeugmitte. Dort liegt er nicht nur optimal im Blickfeld des Fahrers, sondern schafft auch ein ungewöhnlich großes Sichtfeld nach vorn. Dazu sorgt der vergrößerte Abstand zwischen Instrument und Fahrer dafür, daß die Augen nach dem schnellen Blick auf den Tacho schneller und ermüdurigsfreier wieder die Straße fokussieren können.

Der Tachometer bildet zusammen mit den Bedienelementen für Radio, Heizung und Lüftung einen farblich abgesetzten Cockpit-Block, der zusammen mit Luftauströmer, Aschenbecher, Schalter für elektrische Fensterheber und Wamblinker gleichsam die"Kommandozentrale" des neuen Kompakt-Vans bildet undschwungvoll im Armaturenbrett integriert ist. Auch der Schalthebel ist dort griffgerecht untergebracht.

Einheiten für Frischluft und Klimatisation auf der Fahrer- und Beifahrerseite, zwei große mit Deckeln versehene Ablagefächer unterhalb der Windschutzscheibe und der wahlweise in zwei Positionen fixierbare Monitor des Navigationssystem (Optional) runden die ungewöhnliche, aber durchdachte Konzeption des Armaturenbretts ab. Apropos Ablagen: hier gibt sich der Multipla Fiat mustergültig, angefangen von den Ablagen unterm und im Armaturenbrett bis zu denen unter den Sonnenblenden, von den Taschen in den Lehnenrückseiten und an den Türen bis zur Schublade unterm Beifahrersitz (ELX-Ausstatturig). Trinkbecherhalter auf der Beifahrerseite (austauschbar gegen Freisprecht-Kit für Mobil-Telefon) und in den hinteren Türen runden die Staumöglichkeiten ab.

Raumkonzept und Variabilität

Der Multipla Fiat ist der einzige Kompakt-Van, der bei einer Länge von unter vier Metern sechs Personen auf sechs Einzelsitzen komfortabel Platz bietet ein 430 Liter großes Gepäckabteil eingeschlossen. Möglich macht dies sein ausgeklügeltes Raumkonzept und seine mit 1,87 m üppige Breite, welche die Anordnung von drei Sitzen in zwei Reihen erlaubt.

Der Multipla Fiat ist auch der erste Kompakt-Van, der in Space-Franne-Bauweise hergestellt wird. Eine Technologie, die viele Vorteile hat. Sie verleiht dem italienischen Kompakt-Van eine größere Steifigkeit, ermöglicht eine bessere Raumnutzung, erlaubt hohe Produktiorisflexibilität und senkt die Fertigungskosten.

In Abkehr von der selbsttragenden Karosserie baut der Multipla Fiat auf ein Rahmengitter aus verzinkten Stahlprofilen (Space-Frame), an dem die Karosserieteile befestigt werden. Damit verbunden ist ein ebener Fahrzeugboden,der sich von der Spritzwand bis zur Heckklappe erstreckt und zusammen mit den senkrechten Seitenteilen und dem hohen Dach eine ungehinderte Raumnutzung ermöglicht.

Fahrer wie Insassen profitieren davon auf vielfältige Weise. Zum Beispiel beim Platznehmen. Alle Einzelsitze garantieren durch ihre Breite von 47 cm hohen Sitzkomfort und durch ihre Anordnung gute Bewegungsfreiheit. Auch zu dritt sitzt man ausgesprochen korrimod nebeneinander. Während der mittlere Sitz der vorderen Reihe im Sinn bestmöglicher Bewegungsfreiheit für den Fahrer leicht nach hinten versetzt eingebaut wurde (er kann auf Wunsch durch eine Kühlbox ersetzt werden), kann sein Pendant in der zweiten Reihe längs verschoben werden (Serie bei ELX-Version). Ein Konzept, das ungehinderte Kommunikation zuläßt.

Dazu können die Sitze in der zweiten Reihe am Wagenboden zusätzlich in zwei Rasterpositionen (Abstand 15 cm) befestigt werden, was entweder den Komfort der Fahrgäste oder die Ladekapazität (540 Liter) erhöht. Um den ungehinderten Durchstieg vorn zu garantieren und den Fußraum nicht einzuengen, ist der Handbremshebel links vom Fahrer angeordnet.

Die nur 14 Kilogramm schweren hinteren Sitze können mit einem Handgriff ausgebaut, alle Beifahrersitze nach Belieben sowie passend für den jeweiligen Nutzungsgrad ausgerichtet werden. Sei es, um Freizeitausrüstungen oder den neuen Kühlschrank zu transportieren, Platz für sperrige Güter oder für das Picknick unterwegs Platz zu schaffen. Für Letzeres genügt es meist schon, die Lehnen der Mittelsitze herunterzuklappen (die Rückseiten sind mit praktischen Becherhalter-Vertiefungen ausgestattet) und als Tisch zu nutzen. Der Laderaum kann im Handumdrehen vergrößert werden, indem man die einzelnen Rücksitze nach vorn klappt. Werden die hinteren Sitze ausgebaut, entsteht ein ebener, maximal 1.300 Liter großer Stauraum.

Die mit Stoff bezogenen Sitze sind mit Schaumstoffen definierter Härte gepolstert und bieten auch bei Langstreckenfahrten auf allen Plätzen ausgezeichneten Sitzkomfort. Ein Stahlgehäuse unter den Sitzflächen beugt bei einem möglichen Unfall dem sogenannten Submarining-Effekt vor. Das heißt, das gefährlichen Durchtauchen des Körpers unter den Sicherheitsgurten wird verhindert.

Die Bauweise des Multipla Fiat hat aber noch weitere Vorteile. So heizt sich wegen der senkrecht stehenden Seiten- und Heckscheiben im Sommer der Innenraum weniger auf, tropft beim Öffnen kein Wasser oder Schnee auf die äußeren Sitze und erlauben die großformatigen Türen zusammen mit der weit nach vorn versetzten A-Säule bequemen Ein- und Ausstieg - nicht zuletzt auch wegen der schmalen Türschwelle. Und auch das ebene, ungehindert zugängliche Gepäckabteil, das keine Federbeindome einengen, ist ein Höhe und Breite voll nutzbar.

Die Motoren

Für den frontangetriebenen Multpla Fiat stehen zwei Motoren (ein Beriziner, ein Turbodiesel-Direkteinspritzer) zur Verfügung, die sich durch gute Leistung bei gleichzeitig geringem Verbrauch und niedrige Abgas-Emmission auszeichnen. Sie sind kompakt, drehmomentstark sowie zuverlässig und garantieren durch ihre Charakteristik und moderne Technik neben aller Wirtschaftlichkeit auch eine gehörige Portion Fahrspaß. Die beiden vorn quer eingebauten Triebwerke haben sich bereits in anderen Baureihen des italienischen Automobilherstellers bewährt.

Bei dem Benziner handelt es sich um ein 1,6-Liter-Vierzylinder-VierventilTriebwerk, das durch harmonische Leistungsabgabe und große Laufruhe gekennzeichnet ist und 76 kW (103 PS) bei 5.750 U/min leistet. Das maximale Drehmonnent von 144 Nm wird bei 4.000 U/min erreicht. Das drehfreudige
"Torque"-Aggregat beschleunigt den italienischen Kompakt-Van in 12,6 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100, verleiht ihm eine Höchstgeschwindigkeit von 170 km/h, verbraucht nach 93/116/EG 8,6 1 kombiniert Superkraftstoff und erfüllt die Abgasnorm D3.

Leistungsstark und zugleich wirtschaftlich ist der 1,9-Liter-Turbodiesel-Direkteinspitzer des Multipla Fiat mit Common-Rail-Technik. Die bei Fiat unter der Bezeichnung Unijet (Kürzel JTD) laufende Technologie erlaubt es, auch Dieselmotoren mit einer vollelektronisch gesteuerten Einspritzung auszurüsten. Die Vorteile sind: Reduzierung von Verbrauch, Schadstoffausstoß und Geräuschen bei gleichzeitiger Verbesserung der Fahrleistungen. Das gilt auch für den 1,9JTD-Motor des Multipla Fiat, der dank der Common-Rail-Technik zu den leistungsstärksten und zugleich sparsamsten Dieseltriebwerken seiner Klasse gehört.

Der mit Turbolader, Wastegate-Ventil und Ladeluftkühler ausgestattete DieselDirekteinspritzer leistet 77 kW (105 PS) bei 4.000 U/min und erreicht bei 1.500 U/min ein maximales Drehmoment von 200 Nm. Der Top-Selbstzünder beschleunigt den neuen Kompakt-Van in 12,4 Sekunden von 0 auf 100 kmlh, die Spitzengeschwiridigkeit liegt bei 170 km/h. Angesichts der Fahrleistungen ist der Verbrauch nach 93/116/EG mit kombiniert 6,4 1 sehr günstig, Zusammen mit dem 63-Liter-Tank sind so Fahrtstrecken von über 900 Kilometern ohne Tankstopp möglich.

Alternative Antriebe

Der italienische Kompakt-Van wird auch in zwei speziell für den Antrieb mit Erdgas oder Compressed Natural Gas (CNG) ausgerüsteten Versionen angeboten: dem Multipla Bipower und dem Multipla Blupower. Ab Ende 1999 komplettiert der Multipla Ibrida als erster europäischer Serienwagen mit Hybridantrieb die Palette der ebenso umweltfreundlichen wie technisch inriovativen Modelle mit ECO-Motoren. Damit ist der Multipla Fiat das Fahrzeug mit der breitesten Palette an emissionsarmen Motoren auf dem Markt.

Die ECO-Motoren der beiden Multipla-Gas-Versionen basieren auf dem 1,6Liter-Vierzylinder-Vierventilmotor (Torque), dessen Gesamtbauweise unverändert blieb, der aber im Leitungs- und Einspritzsystem für seinen umweltfreundlichen Einsatz umgerüstet wurde. Er kann im Multipla Bipower wahlweise mit Benzin oder Erdgas betrieben werden, leistet 76 kW (103 PS) bzw. 70 WV (95 PS), beschleunigt den Kompakt-Van in 13,5/16,0 Sekunden von 0 auf 100 km/h und verleiht ihm eine Höchstgeschwindigkeit von 168/157 km/h. Der Verbrauch beträgt nach 93/116/EG 8,9 118,6 1 CNG kombiniert, die Reichweite beim Ausnutzen der doppelten Tankfüllung liegt bei über 900 Kilometern.

Im Multipla Blupower wird das 1,6-Liter-Triebwerk ausschließlich mit Erdgas betrieben, leistet 70 kW (95 PS), beschleunigt den knapp 1,5 t wiegenden Kompakt-Van in 15,5 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100, verleiht ihm eine Spitzengeschwindigkeit von 160 km/h und verbraucht 8,5 1 CNG kombiniert (nach 931116/EG). Der Multipla Blupower hat im Gegensatz zu bisherigen gasbetriebenen Autos eine große Reichweite und muß erst nach 670 Kilometern an die Gastankstelle.

Ein Novum ist auch die Unterflur-Anordnung der Gasflaschen (drei beim Bipower, vier beim Blupower) - die ebene Bodengruppe des Multipla Fiat samt der großen Bodenfreiheit machen es möglich. Eine Lösung, die weder das Platzarigebot noch die Fahreigenschaften des Kompakt-Van beeinträchtigt. Für hohe Betrielbssicherheit der Erdgasversionen des Multipla Fiat sorgt eine Reihe von Vorrichtungen (druckfeste Leitungen, Magnet- und Rückschlagventile sowie Schmelzlote), die bei Unfällen oder Defekten die Gaszufuhr sperren oder kontrolliert begrenzen.

Ab Ende 1999 komplettiert der Multipla Ibrida als erster europäischer Serienwagen mit Hybridantrieb das Angebot. Sein umweltschonendes Antriebskonzept besteht aus einer innovativen Kombination von Verbrennungs- und Elektromotor. Der Verbrennungsmotor ist mechanisch mit dem Elektromotor verbunden, der ihn bei den verschiedenen Einsatzbedingungen unterstützt oder ersetzt. Der Elektromotor wird von Batterien und diese - sofern erforderlich von einem Stromgenerator versorgt.

Die wichtigsten Elemente des Multipla Hybridsystems sind der benzingetriebene 1,6-Liter-Torque-Motor mit 76 kW (103 PS), ein 30 kW starker DreiphasenAsynchron-Elektromotor, die Nickel-Metallhydrid-Batterien mit einer Leistung von 19 kWh und der Hochleistungs-Drehstromgenerator (15 kW) mit Gleichrichter. Benzinmotor, Elektromotor und Generator bilden zusammen mit dem Schaltgetriebe Selespeed eine kompakte Antriebseinheit unter der Motorhaube, die Batterien sind zentral im Unterflurbereich untergebracht.

Der Multipla Ibrida wird wahlweise mit Hybridantrieb oder Elektroantrieb fahren, Beim Hybridantrieb wirken beide Motoren parallel auf die Antriebsrader, wobei eine Elektronik die Leistung nach Fahrzustand und Bedarf optimal verteilt. So angetrieben ist der Multipla Ibrida maximal 150 km/h schnell, mit Elektroantheb erreicht er eine Spitzengeschwindigkeit von 80 km/h. Der Elektroantrieb kann seine Vorteile vor allem im Stadtverkehr ausspielen und macht den italienischen Kompakt-Van durch seinen geräuschlosen und ernissionsfreien Betrieb zum ZEV (Zero Emission Vehice). Die Reichweite beträgt 70 Kilometer (nach ECE-Standard).

Die Batterien können am normalen Stromnetz über die bordeigene Ladestation aufgeladen werden. Wenn dies nicht möglich ist und die Batterien fast entladen sind, wird der Benzinmotor automatisch zugeschaltet, der mit konstanter Drehzahl solange den Generator antreibt, bis die Batterien aufgeladen sind.

Mechanik und Komfort

Der Multipla Fiat überzeugt durch ausgezeichnetes Handling und ein ausgewogenes und sicheres Fahrverhalten. Dazu ist er ausgesprochen wendig (Wendekreisdurchmesser 11 m), was vor allem im Stadtverkehr von Vorteil ist. Die auf die Motorisierung abgestimmten Fünfgang-Getriebe sind leicht und exakt zu schalten, die Zweikreisbremse ist äußerst standfest und serienmäßig mit einem modernen Vierkanal-ABS (Bosch 5.3) inklusive EBD (Elektronic Brakeforce Distribution) kombiniert.

Die Zahnstangenlenkung arbeitet servounterstützt, spricht angenehm direkt an und vermittelt einen guten Fahrbahnkontakt. Das Fahrwerk mit aufwendiger Einzelradaufhängung (vorn McPherson) ist auf hohe Beanspruchungen ausgelegt und wird allen Anforderungen gerecht. Es verleiht dem neuen KompaktVan ein großes Maß an dynamischer Sicherheit, weist aber auch betont komfortbetonte Charaktereigenschaften auf.

Die hohe Drehsteifigkeit der Karosserie (107.000 Nm/Radiant) ist insbesondere bei starker Beanspruchung von grundlegender Bedeutung für das Fahrverhalten, den akustischen Komfort und die passive Sicherheit. Zudem gewährleistet das sorgsam abgestimmte Zusammenspiel von McPherson-Vorderachse mit der niedrig bauenden, unter dem Laderaumboden angeordneten Hinterachse (Einzelradaufhängung an Längslenkern) in Verbindung mit den 15-Zoll-Räderri und den 185er-Reifen minimierte Abrollgeräusche, hohen Komfort und größtmögliche Sicherheit.

Doch auch in anderen Bereichen trägt das Bemühen um Komfortoptimierung Früchte. So z.B. bei der Geräuschisolierung der Motoren sowie beim Ausschluß von Schwingungsübertragungen in den Innenraum. Dazu ermöglicht die Gestaltung der Sitze und ihrer Verstelleinrichtungen auch Langstreckenfahrten in ermüdungsfreier Sitzposition, sind alle Bedienelemente gut erreichbar plaziert.Zusammen mit dem niedrigen Fahrgeräusch bietet der Multipla Fiat ein Kornfortniveau, das ihm eine Spitzenposition seiner Klasse sichert.

Die Karosserie des Multipla Fiat ist zu 90 Prozent verzirikt, 70 Prozent der Bleche beidseitig. Dies gilt vor allem für Hohlräume, Motorhaube, Türen und Heckklappe sowie Kotflügel und Türarischläge. Verzinkt sind auch sämtliche Elemente des Fahrzeugrahmens. Sicherheitselemente wie Radaufhängungen und Verstärkungen der Sicherheitsgurt-Befestigungspunkte sind mit einer dickeren Zinkschicht überzogen. Die Schutzbehandlung sichert auf Jahre den hohen Qualitätsstandard des Multipla Fiat, minimiert die Korrosionsgefahr und trägt auch entscheidend zur Werterhaltung des neuen Kompakt-Van bei.

Die niedrige Ladekante erleichtert das Ein- und Ausladen von Gepäck oder anderen Transportgütern, eine Laderaumabdeckung (Optional) schützt das Gepäck vor neugierigen Blicken. Das Reserverad ist platzsparend unter dem Fahrzeugboden untergebracht. Eine als Optional angebotene Dachreling sorgt zusammen mit einer Dachbox auf Wunsch für weiteren Transportnutzen.

Der Multipla Fiat ist - wie alle neuen Modelle des italienischen Automobilherstellers - in das Autonomy-Programms integriert, und kann auf praxisbezogene Weise behindertengerecht umgerüstet werden. Dazu wurde der neue KompaktVan bereits bei seiner Entwicklung so abgestimmt, daß die entsprechenden Austaftungen die Ergonomie, Raumnutzung, Sicherheit und den Komfort nicht einschränken und perfekt integriert werden können. Neben der Umrüstung, die behinderten Menschen das Autofahren ermöglicht und ihnen unabhängige Mobilität garantiert, können durch die Höhe des Gepäckraums im Multipla Fiat auch Rollstühle befördert werden.

Die Sicherheit

Zu den Stärken des Multipla Fiat zählt auch sein hoher Sicherheitsstandard. Der italienische Kompakt-Van erfüllt alle derzeit gültigen Sicherheitsnormen und setzt - wie alle Fiat Modelle - auf das gleiche Konzept, das sowohl bei der aktiven als auch der passiven Sicherheit keine Kompromisse kennt.

Serienmäßig ist jeder Multipla mit Fahrer-Airbag (42 Liter), Doppel-Airbag mit 120 Liter Inhalt für die beiden vorderen Beifahrersitze (er kann bei Bedarf per Schlüssel deaktiviert werden), Seitenairbags, Gurtstraffern vorn, Sicherheitslenksäule, höhenverstellbaren Kopfstützen sowie Dreipunktgurten auf allen Sitzen (beim vorderen Mittelsitz integriert), Feuerschutzsystern FPS (Fire Prevention System), Sitzen mit Anti-Submarining-Struktur und dritter Bremsleuchte in der Heckklappe ausgestattet.

Vorprogrammierte Knautschzonen an Front und Heck schirmen die steife und unverformbare Fahrgastzelle wirkungsvoll ab, die durch ihre Space-FrameBauweise besonders widerstandsfähig ist. In das Energieaufnahme-Konzept eingebunden sind auch die robusten A-, B- und C-Säulen, die Längsträger der Bodengruppe, die seitlichen Karosserieteile mit verschieden starken Blechen sowie Verstärkungsprofile und der Profilrahmen in den Türen.

Ergänzt wird das Sicherheitspaket durch Maßnahmen im äußeren Bereich des Fahrzeugs, die bei einem möglichen Zusammenstoß mit Fußgängern oder Radfahrern diesen größtmöglichen Schutz garantieren. So weist die Karosserie keine scharfen Ecken und Kanten auf, gibt es keine Bauteile, die eine potentielle Gefahren- und Verletzungsquelle darstellen.

Vorbeugend gegen Fahrzeugdiebstahl ist der Multipla Fiat mit einer elektronischen Wegfahrsperre ausgerüstet (Fiat CODE), die von den Versicherern anerkannt wird. Eine Diebstahlalarmanlage kann auf Wunsch geliefert werden. Hauptbestandteil der direkt in das Motormanagement eingreifenden Wegfahrsperre ist ein elektronischer Schlüssel (Transponder System). Die Einheit setzt sich zusammen aus einem in den Zündschlüssel integrierten Chip, einer Sende- und Empfangseinheit am Züridschloß sowie einer an schwer zugänglicher Stelle untergebrachten Steuereinheit. Die Datenübertragung erfolgt über Funksignale beim Einstecken des Zündschlüssels in das Zündschloß. Der Rechner prüft den gesendeten Code und gibt bei Obereinstimmurig den Start frei.

Der Fiat CODE trägt ebenso wie die Möglichkeit preiswerter Abschnittsreparaturen dazu bei, daß die beiden neuen Fiat von den Versicherungen eine günstige Einstufung in die Versicherungsklassen erhalten sollen: z. B. Multipla Fiat 1.6 16V: VK 16 und Multipla 1.9 JTD: VK 19 (vorläufig).

Ausstattung und Zubehör

Der Multipla Fiat, der auf dem deutschen Markt in zwei Ausstattungsversionen (SX und ELX) angeboten wird, hat schon ab Werk eine Menge Zutaten, die den Umgang mit dem neuen Kompakt-Van im automobilen Alltag leicht und komfortabel machen. So enthält die SX-Ausstattung neben Servolenkung, höhenverstellbarem Lenkrad und wärmedämmender Colorverglasung schon Zentralverriegelung, elektrische Fensterheber vorn, Wegfahrsperre (Fiat CODE), elektrisch einstell- und beheizbare sowie anklappbare Außenspiegel, dritte Bremsleuchte und elektrisch höhenverstellbaren Fahrersitz.

Die ELX-Ausstatturig enthält zusätzlich Klimaanlage, Nebelscheinwerfer, Funkfernbedienunung der Zentralverriegelung, elektrische Feristerheber hinten, Scheinwerferwaschanlage und ein CD-Wechsler-taugliches Autoradio. Auf Wunsch kann die Ausstattung durch eine Reihe sinnvoller und ästhetischer Extras wie doppeltes, elektrisch betriebenes Schiebedach, Metalliclackierung, Zusatzheizung (JTD-Versionen), Diebstahlalarmanlage, Leichtmetallfelgen, Kofferraumabdeckung inklusive 12 Volt-Steckdose im Kofferraum, Navigationssystem, Kühlbox anstelle des mittleren Sitzes vorn und Rückfahrparksensor ergänzt werden.

Vervollständigt wird das Angebot durch auf Charakter und Einsatzvielfalt des Multipla Fiat zugeschnittene Extras wie Fußstützen für die Fahrgäste in der hinteren Sitzreihe, Taschen für Türpaneele oder Rückenlehnen, integrierten Fahrradträger anstelle der hinteren Sitze, Ladegitter, Dachbox und Multifunktionskonsole, die an Stelle eines der hinteren Sitze montiert wird und Spielsachen, Getränke oder vieles andere mehr aufnimmt. Nicht zu vergessen eine Vielfalt von ausgesuchten Accessoires.

Umweltschutz und Service

Bei der Produktion und im Betrieb des Multipla Fiat wird natürlich auf FCKWund asbesthaltige Stoffe verzichtet, ebenso auf Schwermetalle. Dazu sind sämtliche Bauteile der neuen Modelle leicht demontier- und recycelbar.

Wie für alle Fiat, so gilt auch für die Multipla-Baureihe die umfassende SuperGarantie. Sie beinhaltet ein Jahr Vollgarantie ohne Kilometerbegrenzung, drei Jahre Gewährleistung auf den Lack, acht Jahre Gewährleistung gegen Durchrostung von innen nach außen sowie eine europaweite Mobilitätsgarantie für ein Jahr.


Multipla Fiat - die Motorenpalette

Neuer Kompakt-Van baut auf moderne und sparsame Triebwerke Dynamischer 16-Ventil-Benziner, kultivierter Common-Raii-Diesel

Für den Multipla Fiat werden ein 1,6-Liter-Benzinmotor sowie ein äußerst wirtschaftlicher 1,9-Liter-Turbodiesel-Direkteinspritzer mit Common-Rail-Technik angeboten, die sich bereits in anderen Baureihen des italienischen Automobilherstellers bewährt haben. Die vom quer eingebauten Motoren zeichnen sich durch optimale Leistungsentfaltung, hohe Laufkultur, gute Durchzugskraft, ausgezeichnete Fahrteistungen, geringe Schadstoffemission, kompakte Bauweise sowie große Zuverlässigkeit und Langlebigkeit aus und garantieren dem neuen Kompakt-Van auf der Antriebsseite zukunftsorientierte Wettbewerbsfähigkeit in seiner Klasse.

Dafür sorgen die ausgefeilte Konstruktion, die Qualität der automatischen Fertigung, die Verwendung hochwertiger Materialien, die Bestückung mit modernsten elektronischen Steuer- und Kontrolleinheiten, der Einsatz von geregelten Dreiwege-Katalysatoren mit Lambda-Sonde beim Benzinmotor bzw. Oxydationskatalysator mit Abgasrückführung E.G.R. (Exhaust Gas Recirculation) beim Common-Rail-Turbodiesel sowie der für Fiat typische geringe Wartungsaufwand.

Harmonische Leistungsabgabe und große Laufruhe kennzeichnen den 1,6Liter-Vierzylinder-Vierventilmotor des Multipla Fiat, der seine Qualitäten bereits in anderen Baureihen des italienischen Automobilherstellers (Bravo und Brava sowie Marea und Marea Weekend) unter Beweis gestellt hat. Das Triebwerk aus der"Torque"-Familie wird im Werk Pratola Serra (Avellino) gebaut, erfüllt die Abgasnorm D3 und paßt sich durch seine Charakteristik sehr gut den vielfältigen Einsatzmöglichkeiten des italienischen Kompakt-Vans an.

Das kurzhubige Aggregat ist mit zwei obenliegenden Nockenwellen mit Zahnriemenantrieb, fünffach gelagerter Kurbelwelle mit acht Gegengewichten sowie einer Multipoint-Einspritzung (MPI) ausgerüstet. Klopfsensor, elektronische Zündung und ein speziell auf die Motorcharakteristik abgestimmter Ansaugkrümmer, der für eine Anhebung des Drehmoments in den unteren Lastbereichen sorgt, sind weitere technische Details. Spezielle Kolben erhöhen die Lauf ruhe und ein besonderes Schleifverfahren der Zylinderlaufbuchsen reduziert den Ölverbrauch des Motors.

In bester Fiat Tradition benötigt der"Torque"-Motor nur einen geringen Wartungsaufwand. Die Steuerzahndemen sind mit automatischen Riemenspannern ausgerüstet, wodurch sie wartungsfrei laufen. Ebenso entfällt durch die Hydraulikstößel die Kontrolle und Einstellung des Ventilspiels. Stark vereinfacht wird eine eventuelle Fehlersuche durch die Diagnosetunktion an allen Managment-Systemen des Motors. Die Systeme korrigieren sich automatisch und halten so Verbrennung, Leerlaufdrehzahl und die Klopfkontrolle im optimalen Betriebsbereich.

Das Triebwerk schöpft aus einem Hubraum von 1.581 cm³ 76 kW (103 PS) bei 5.750 U/min und erreicht ein maximales Drehmoment von 144 Nm bei 4.000 U/min (85 Prozent davon stehen zwischen 2.300 und 5.800 U/min zur Verfügung). Der drehfreudige Vierventil-Motor beschleunigt den Multipla 1.6 16V in 12,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h und verleiht ihm eine Höchstgeschwindigkeit von 170 km/h. Gemessen an den Fahrleistungen ist der Verbrauch nach 93/116/EG mit 11,1 1 innerstädtisch, 7,2 1 außerstädtisch und 8,6 1 kombiniert angemessen.

Eine ebenso wirtschaftliche wie durchzugsstarke Antriebsquelle für den Multipla Fiel ist der 1,9-Liter-Turbodiesel-Direkteinspritzer mit Common-Rail-Technik, der auch im Fiat Bravo und Fiat Bravo eingebaut wird. Die bei Fiat unter derBezeichnung Unijet (Kürzel JTD) laufende Technologie erlaubt es, auch Dieselmotoren mit einer vollelektronisch gesteuerten Einspritzung auszurusten, Die herkömmliche Einspritzpumpe und die mechanischen Düsen werden dabei durch eine Verteilerleitung mit extrem hohen Druck (bis zu 1.350 bar) sowie durch elektromagnetische Einspritzdüsen ersetzt, die für eine optimale Zerstäubung des Kraftstoffes im Verbrennungsraum sorgen. Ein elektronisches Steuergerat überwacht die Einspritz- und Verbrennungsabläufe. Das Gesamtsystem ermöglicht, je nach Betriebszustand, eine Minimaldosierung des einzuspritzenden Diesels.

Die Folge: Reduzierung von Verbrauch, Schadstoffausstoß und Geräuschen (bis zu 8 dB weniger als vergleichbar starke Diesel herkömmlicher Bauart) bei gleichzeitiger Verbesserung der Fahrleistungen. Letztere schlagen sich nicht nur in besseren Beschleuriigungswerten und höherer Endgeschwindigkeit nieder, sondern auch in hohen Drehmomentwerten bei niedrigen Drehzahlen. Das gilt auch für den 1,9-JTD-Motor des Multipla Fiat, der dank der CommonRail-Technik zu den leistungsstärksten und zugleich sparsamsten Dieseltriebwerken seiner Klasse gehört.

Weitere Charakteristika des Unijet-Motors sind: Leichtmetallzylinderkopf mit spiralförmigen Einlaßkanälen, Kurbelgehäuse aus Sphäroguß mit integralen, gekühlten Zylinderlaufbüchsen, Kolben mit ornegaformigen Brennräumen und abenliegende Nockenwelle. Ein Motorschwungrad mit doppelter Masse verringert Vibrationen bei niedrigen Drehzahlen.

Der mit Garret-T1 5-Turbolader, Wastegate-Ventil und Ladeluftkühler ausgestattete Diesel-Direkteinspritzer hat einen Hubraum von 1.910 cm', leistet 77 kW (105 PS) bei 4.000 U/min und erreicht bei 1.500 U/min ein maximales Drehmoment von 200 Nm. Der Top-Selbstzünder beschleunigt den Multipla Fiat 1.9 JTD in 12,4 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100, die Spitzengeschwindigkeit beträgt 170 km/h. Angesichts der Fahrleistungen ist der Verbrauch nach 93/116/EG mit innerstädtisch 8,0 1, außerstadtsch 5,5 l und kombiniert 6,4 1 Diesel sehr günstig. Zusammen mit dem 63-Liter-Tank sind so Fahrtstrecken von über 900 Kilometern ohne Tankstop möglich.


Multipla Fiat - Alternative Antriebe

Neuer Kompakt-Van wird auch mit Erdgas- und Hybridantrieb angeboten Platzangebot und Fahreigenschaften durch Zusatz-Technik unverändert.


Mit dem Multipla Fiat Bipower und dem Multipla Fiat Blupower bietet Fiat zum Verkaufsstart des neuen Kompakt-Van zwei speziell für den Antrieb mit Erdgas oder auch Compressed Natural Gas (CNG) ausgerüstete Versionen an. Doch damit nicht genug: ab Ende 1999 wird der Multipla Fiat Ibrida die Palette der ebenso umweltfreundlichen wie innovativen Modelle mit ECO-Motoren abrunden. Er ist der erste europäische Serienwagen mit Hybridantrieb.

Der italienische Automobilhersteller, der bereits mit dem Marea Bipower positive Erfahrungen im Bau und Einsatz von erdgasbetriebenen Fahrzeugen sammeln konnte, bezog schon bei der Entwicklung des Multipla Fiat den Einsatz von gasbetriebenen Motoren mit ein. Während z.B. beim Marea Bipower ebenso wie bei allen anderen für den Erdgasantrieb umgerüsteten Fahrzeugen - die Gasflasche im Kofferraum untergebracht ist und die Ladekapazität entsprechend einschränkt, ist im neuen, mit ECO-Motoren ausgerüsteten Kornpakt-Van davon nichts zu spüren. Die ebene Bodengruppe samt der großen Bodenfreiheit erlaubt die Unterflur-Anordnung der Gasflaschen außerhalb des Fahrgastraums. Eine Lösung, die weder das Platzangebot, die Reichweite noch die Fahreigenschaften beeinträchtigt.

Die Stahlflaschen mit einer Wandstärke von 4,0 mm stehen unter einem Druck von 200 bar und enthalten jeweils rund 54 Liter CNG. Beim Multipla Fiat Bipower sind drei Gasflaschen mit insgesamt 164 Litern und beim Blupower vier Gasflaschen mit 216 Litern vorhanden. Die große Menge ergibt sich aus der relativ geringeren Energieausbeute des Erdgases. Um die Energie eines Liters Benzin zu erreichen werden ungefähr vier Liter verdichtetes Erdgas benötigt.

Ein mit CNG (Compressed Natural Gas) betriebener Motor reduziert jedoch die Emissionen von Kohlenwasserstoffen, die keine Methanprodukte sind, um rund 90 Prozent und stößt rund 25 Prozent weniger Kohlendioxid aus. CNG produziert dazu weder Partikel noch Emissionen durch Verdampfung.

Der Multipla Fiat Bipower ist mit dem aus dem Multipla 1.6 16V bekannten 1,6Liter-Vierzylinder-Vierventilmotor (Torque) ausgerüstet, der sowohl mit Benzin als auch Erdgas betrieben werden kann und 76 kW (103 PS) bzw. 68 kW (92 PS) leistet. Weitere Daten: 0 bis 100 km/h 13,5/16,0 Sekunden, Höchstgeschwindigkeit 168/157 km/h, Verbrauch kombiniert nach 93/116/EG innerstädtisch 11,6 1/11,1 l CNG, außerstädtisch 7,3 1/7,2 l CNG und kombiniert 8,9 1/8,6 l CNG. Die Reichweite beträgt beim Ausnutzen der doppelten Tankfüllung über 900 Kilometer.

Der Vierzylindermotor, dessen Gesamtbauweise unverändert blieb, wurde wegen des Betriebs mit beiden Kraftstoffarten hauptsächlich im Leitungssystern geändert. Dazu gehören ummantelte Hochdruckleitungen aus verzinktem Stahl für die Erdgas-Zufuhr und spezielle Einblasdüsen. In Verbindung mit einer sequentiell getakteten Multipoint-Einspritzung weist der Motor im Benzin- wie im Erdgasbetrieb die gleiche Laufkultur auf.

Der Multipla Bipower fährt normalerweise mit Erdgas, wobei der Fahrer jederzeit mit einem Schalter im Cockpit auf Benzinbetrieb umschalten kann. In zwei Fällen erfolgt die Umschaltung allerdings automatisch: Wenn der Gasdruck auf einen zu niedrigen Wert sinkt (leere Glasflaschen) und einige Sekunden beim Anlassen des Motors nach dem Tanken, um Schäden an den im Normalfall selten genutzten Benzin-Einspritzdüsen zu vermeiden.

Der Multipla Fiat Blupower wird ebenfalls von dem 1,6-Liter-Vierzylinder-Vierventilmotor angetrieben. Das "Torque"-Triebwerk ist weitgehend identisch mit dem des Multipla Bipower, wird jedoch ausschließlich mit Erdgas betrieben und weist geänderte Steuerzeiten und eine höhere Verdichtung auf. Es leistet 70 kW (95 PS), beschleunigt den knapp 1,5 t Multipla Blupower in 15,5 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100, verleiht ihm eine Spitzengeschwindigkeit von 160 km/h und verbraucht innerstädtisch 11,0 CNG, außerstädtisch 7,1 CNG und kombiniert 8,5 CNG Erdgas (nach 93/116/EG). Der Multipla Blupower muß erst nach 670 Kilometern an die Gastankstelle und räumt mit einem Manko auf, das gasbetriebene Autos bisher hatten: der zu geringen Reichweite.

Beide Erdgasversionen des Multipla Fiat sind mit Katalysatoren ausgerüstet, die speziell für diese Kraftstoffart entwickelt wurden. Weil Erdgas, das unverbrannt aus dem Zylinder austritt, bei einer höheren Temperatur als die Kohlenwasserstoffe des Benzins verbrennt, ist eine höhere Katalysatortemperatur erforderlich. Aus diesem Grunde wurde der Katalysator sehr nahe am Auspuffkrümmer plaziert.

Große Sorgfalt wurde auch auf die Betriebssicherheit der Erdgasversionen des Multipla Fiat gelegt - eventuelle Unfälle und Defekte eingeschlossen. So sind die Gasflaschen stoßsicher befestigt und durch eine Verkleidung wirksam gegen Steinschlag oder ähnliche Beschädigungen. Zwei Magnetventile kontrollieren den Teil der Leitungen, in denen das Erdgas unter hohem Druck strömt. Sie schützen vor Oberdruck, sind mit dem Crash-Schalter gekoppelt und sperren bei einem Unfall die Erdgaszufahr.

Ähnlich verhält es sich bei erhöhter Temperatur (z.B. durch Brand des Fahrzeugs), bei dem ein Schmelzlot für kontrolliertes Entweichen des Erdgases sorgt und die Überdruckgefahr bannt. Feuertests haben gezeigt, daß Flammen durch den kontrollierten Erdgasaustritt nicht verstärkt werden. Im Falle eines Lecks in der Leitung wird die Menge des ausströmenden Gases durch eine Vorrichtung in der Gasflasche begrenzt. Sie spricht auch bei einer Beschädigung des Magnetventils durch einen Unfall an. Zu guter Letzt sorgt ein Rückschlagventil an jedem Magnetventil dafür, daß eventuelle Verluste in den Hochdruckleitungen möglichst gering bleiben.

Für das hohe Sicherheitspotential der beiden Multipla Fiat mit altemativem Antrieb sorgen auch die Eigenschaft des Erdgases. Es ist nicht giftig, verflüchtigt sich aufgrund seiner hohen Schwimmgeschwindigkeit sehr rasch nach oben und entzündet sich erst bei einer doppelt so hohen Temperatur wie Benzin- und Dieseldämpfe.

Fahrverhalten und Komfort des Multipla Blpower und des Multipla Blupower, deren Radaufhängungen dem höheren Fahrzeuggewicht angepaßt wurden, entsprechen den anderen Modellen der Baureihen. Ein Umschaltknopf für den Erdgas-/Benzinbetrieb und eine Kontrolleuchte für die Benzinzufuhr im Cockpit des Bipower, eine Erdgasvorratsanzeige und der Gasfüllstutzen (beim Blupower neben der Tanklappe) sind die einzigen äußeren Unterscheidungsmerkmale.

Multipla Ibrida

Der Multipla Fiat bietet aber noch eine dritte Alternative zu den herkömmlichen Motoren an: den Multipla Ibrida. Er ist der erste europäische Serienwagen mit Hybridantrieb und kommt Ende 1999 auf den europäischen Markt.

Hybridautos bauen auf ein umweltschonendes Antriebskonzept, das aus einer innovativen Kombination von Verbrennungs- und Elektromotor besteht. Der Verbrennungsmotor ist mechanisch oder elektrisch mit einem Elektromotor verbunden, der ihn bei den verschiedenen Einsatzbedingungen unterstützt oder ersetzt. Der Elektromotor wird von Batterien und diese - sofern erforderlich von einem Stromgenerator versorgt.

Die wichtigsten Elemente des Multipla Hybridsystems sind der benzingetriebene, 1,6-Liter-"Torque"-Motor mit 76 kW (103 PS), ein 30 kW starker DreiphasenAsynchron-Elektromotor, die Nickel-Metallhydrid-Batterien mit hoher Energiedichte (70 Wh/kg, insgesamt 19 kWh) und der Hochleistungs-Drehstromgenerator (15 kW) mit Gleichrichter. Benzinmotor, Elektromotor und Generator bilden zusammen mit dem Schaltgetriebe Selespeed inklusive Automatikkupplung eine kompakte Antriebseinheit unter der Motorhaube. Die Batterien sind zentral im Unterflurbereich untergebracht.

Die elektronische Steuerung der Antriebseinheiten und ein Spannungsregler, der den Gleichstrom aus den Batterien in dreiphasigen Wechselstrom für den Antrieb des Elektromotors umwandelt, befindet sich in der Konsole zwischen den beiden Vordersitzen. Elektrisch betrieben werden auch die Servolenkung, die Servobremse und die Klimaanlage.

Der Multipla Fiat Ibrida ermöglicht je nach Bedarf verschiedene Betriebszustände: Hybridantrieb oder Elektroantrieb. Die Entscheidung für die beiden Antriebsarten trifft der Fahrer, indem er den Wahlschalter am Armaturenbrett betätigt. Dort wird auch der Ladezustand der Batterien angezeigt.

Beim Hybridantrieb wirken beide Motoren parallel auf die Antriebsräder. Dabei verteilt eine innovative Elektronik die von den einzelnen Motoren abgegebene Leistung und nutzt so deren spezifische Charakteristiken optimal aus. So gibt der Elektromotor trotz seiner geringeren Leistung schon aus dem Stand ein hohes Drehmoment ab, während der Benzinmotor, der in einem fast stationären Drehzahlbereich arbeitet, eine hohe Leistung bei niedrigen Verbrauchsund Emissionswerten entfalten kann.

Beim Anfahren erfolgt der Antrieb nur über den Elektromotor. Der Benzinmotor schaltet sich bei höheren Geschwindigkeiten automatisch zu und sorgt bis maximal 150 km/h konstant für Vorschub. Beim Beschleunigen und Verzögern arbeiten beide Antriebe gemeinsam. Während die Batterie den Elektromotor beim Beschleunigen zusätzlich mit Energie versorgt, damit dieser den Benzinmotor unterstützen kann, wird die beim Verzögern oder Bremsen gewonnene Energie wieder in das Bordsystem eingespeist. Ein komplexes System, das von einer hochentwickelten Elektronik je nach Fahrzustand und Bedarf gesteuert wird und zusammen mit dem 4-Gang-Schaltgetriebe Selespeed, das über Drucktasten im Lenkrad angesteuert wird, auch für eine wirtschaftliche Fahrweise sorgt.

Der Elektroantrieb des Multipla Fiat Ibrida kann seine Vorteile vor allem im Stadtverkehr ausspielen. Durch seinen geräuschlosen und emissionsfreien Betrieb macht er den italienischen Kompakt-Van zum echten ZEV (Zero Emission Vehicie). Bei dieser Antriebsart arbeitet nur der Elektromotor. Der Benzinmotor ist abgestellt und vom Antriebsstrang abgekoppelt. Als ZEV erreicht der Multipla Ibrida eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h, die Reichweite beträgt 70 Kilometer (nach ECE-Standard). Das Schaltgetriebe Selespeed arbeitet dabei nur mit zwei Gängen.

Die Batterien können am normalen Stromnetz über die bordeigene Ladestation aufgeladen werden. Steckdose samt Ladekabel befinden sich in der linken hinteren Fahrzeugflanke. Wenn dies nicht möglich ist und die Batterien fast entladen sind, wird automatisch der Modus Elektro-ER (Erweiterte Reichweite) aktiviert. In diesem Fall arbeiten beide Motoren. Während der Elektromotor weiter für Vorschub sorgt, treibt der mit konstanter Drehzahl arbeitende Benzinmotor solange den Generator an, bis die Batterien aufgeladen sind. Sobald dies der Fall ist, wird der Modus wieder automatisch deaktiviert.

Wenn der Multipla Ibrida mit dieser dritten Betriebsart unterwegs ist, erfüllt er noch immer die Kriterien eines EZEV (Equivalent Zero Emission Vehicle). Dabei, entsprechen die Abgaswerte den globalen Emissionswerten eines Elektroautos (ZEV) unter Berücksichtigung der Stromerzeugung mit Hilfe von Wärmeenergie.


Multipla Fiat - die Produktion

Italienischer Kompakt-Van läuft im Traditionswerk Mirafiori vorn Band
Hoher Automatisierungsrad und Fertigungskonzept garantieren Qualität


Der neue Multipla Fiat wird im Werk Mirafiori (Turin) gebaut, seine beiden Motoren laufen im Werk Pratola Serra (Avellino) vom Band. Die Versionen mit alternativen Antrieben (Bipower und Blupower) werden im Werk von Arese in der Nähe von Mailand ausgerüstet.

Das Werk Mirafiori, das eng mit der Unternehmens- und Modellgeschichte von Fiat verbunden ist und in dem seit der Produktionsaufnahme im Jahr 1939 über 25 Millionen Fahrzeuge vom Band gelaufen sind, umfaßt eine Fläche von fast drei Millionen Quadratmetern. Rund 26.500 Mitarbeiter sind dort mit der Produktion des Fiat Punto, Fiat Marea und des neuen Multipla Fiat befaßt. Getriebe, Motoren und zahlreiche Komponenten für die anderen italienischen und ausländischen Fiat Werke komplettieren die Produktion, in die auch rund 800 Roboter eingebunden sind. Für dieses Jahr ist im Fiat Traditionswerk die Produktion von 40.000 Multipla geplant; die große Flexibilität der Fertigung erlaubt bei Bedarf eine Erhöhung auf jährlich 120.000 Einheiten.

Wie alle Fiat Werke weltweit, so ist auch Mirafiori nach den Prinzipien der Integrierten Fabrik (Fabricca integrata) organisiert. Ein Konzept, das als ideale Verbindung Technologie und Hierarchie aufeinander abstimmt und in der Produktion reibungslos miteinander vereint. Die integrierte Fabrik kennt keine starren Rollen und Arbeitsgänge, sondern faßt Ingenieure, Techniker und Arbeiter in selbständigen und eigenverantwortlichen Gruppen zusammen. Eingebunden in die Fabricca integrata sind auch die Zulieferer, von den sich viele in der Nähe von Mirafiori angesiedelt haben. Die meisten der Zulieferteile können so just-in-time geliefert werden.

In Mirafiori wird die optisch wie technisch innovative Karosserie des Multipla Fiat gefertigt, die auf einem Space-Frame basiert - einem "Fahrzeugskelett" aus verschweißten Stahlprofilen - auf dem die Karosseriebleche angebracht werden. Eine Technologie, deren Einsatz in der Serienfertigung neue Produktionslösungen erfordert - von den Schweißverbindungen bis zur Endmontage.

Der Space-Frame, der aus hochwertigen, vollverzinkten Stahlprofilen verschiedener Stärken besteht, wird im Rohbau durch die Montage der einzelnen Untergruppen vorbereitet. Anschließend werden diese zur Hauptanlage geleitet, wo - ausgehend vom vorderen Gerüst - die Profile des Space-Frames und die Bleche des Fahrzeugbodens hinzugefügt werden. Ein Vorgang, bei dem hochmoderne Schweißstationen eingesetzt werden und der höchste Sorgfalt erfordert.

Das gilt vor allem für die am stärksten belasteten Karosseriepunkte (sog. Knotenpunkte), die maximale Steifigkeit und Zeitschwingfestigkeit garantieren müssen. 4.500 Schweißpunkte sorgen für die extrem hohe Steifigkeit der Multipla Karosserie (107.000 Nm/Radiant), deren Geometrie am Ende des Fertigungsprozesses prozessorgesteuert überprüft und an Ist-/Soll-Werten abgeglichen wird. So wird jeder Abweichung vom Idealmaß sofort erkannt und korrigiert.

Im nächsten Produktionsschritt kommen die Rohkarosserien in die Lackieranlage, die der Höhe des Multipla Fiat angepaßt wurde und zu den modernsten in Europa zählt. Um auch hier maximale Qualität zu garantieren, ist der Automatisierungsgrad sehr hoch, einschließlich der Kontrolle der Lackqualität. Insgesamt werden - von der Vorbehandlung der Rohkarosserie über die Kataphorese bis zum abschließenden Auftragen des Decklacks - rund 100 Roboter eingesetzt.

Die Montagestraße des Multipla Fiat im Werk Miraflori ist mit 124 Stationen auf den neuen Kompakt-Van zugeschnitten. Dabei wurde die Anordnung der Geräte, die Ausrüstung und der Materialfluß so gewählt, daß unter optimalen Bedingungen gearbeitet werden kann. So werden die einzelnen Komponenten mit Hilfe von elektrischen Flurfahrzeugen zu den Montagestationen befördert, erfolgt die Arbeit, die aus einem ausgewogenen Verhältnis von automatischen und manuellen Vorgängen besteht, nach modernen Montageprinzipien. Davon profitieren auch die hier eingesetzten Mitarbeiter, die in 85.000 Trainingsstunden auf ihre Aufgaben vorbereitet wurden.

So wird das Fahrzeug in die jeweils beste Position gedreht, um bei Installationen an der Bodengruppe oder im Innenraum den Arbeitern die jeweils ergonomisch günstigste Position zu ermöglichen. Dazu garantieren weitere Hilfseinrichtungen die präzise Koppelung von Motor und Karosserie sowie die Montage großdimensionierter Komponenten. Ein auch für die Qualität des Multipla Fiat wichtiges Kriterium. Andere komplexe Fahrzeugteile wie Armaturenträger, Türen und Sitze werden auf einer separaten Fertigungslinie montiert.

Am Ende der Montagestraße erfolgt eine eingehende, elektronisch gesteuerte Prüfung wichtiger Bauteile: u.a. der Radaufhängung, Diagnose der Bordelektrik und des Motors, Einstellung samt Vermessung der Spur, Einstellung der Scheinwerfer, Kontrolle der Emissionswerte und Bremsentest. Bevor ein neuer Multipla Fiat das Werk von Mirafiori verläßt, wird das komplette Fahrzeug einer Sichtkontrolle und weiteren maßgeschneiderten Tests unterzogen. So ist der hohe Qualitätsstandard garantiert, den jeder Multipla langfristig von Miraflori aus mit auf die Straßen der Welt nimmt.


Multipla Fiat - Markt und Zielgruppen

Innovativer Kompakt-Van spricht eine wachsende Käuferschicht an Absatzerwartung einer neuen Fahrzeugklasse mit 800.000 Einheiten


Der Multipla Fiat entzieht sich als Vertreter einer neuen Fahrzeuggattung allen gängigen Einordnungen. Als Mehrzweckauto konzipiert, das innovatives Design und kompakte Abmessungen mit einem neuen Raumkonzept verbindet, kommt er den geänderten Ansprüchen einer wachsenden Käuferschicht entgegen, erschließt dem italienischen Automobilhersteller neue Zielgruppen und spricht viele zusätzliche Kunden an.

Dazu gehören junge Familien mit ein bis zwei Kindern, Singles und Paare ebenso wie Hausfrauen, dynamische Individualisten und verheiratete Männer zwischen 30 bis 45 Jahren. Letztere sind gebildet, können einen höheren Schulabschluß oder ein Universitätsstudium vorweisen, sind selbstbewußt und zumeist als Techniker, Lehrer oder Freiberufler tätig.

Sie alle eint der Wunsch nach einem Fahrzeug, das durch Aussehen, Raum, Komfort und Sicherheit eine neue Art des Fahrens erschließt und dazu praktisch, variabel, wendig, umweltfreundlich sowie wirtschaftlich ist. Kurzum ein innovatives und eigenständiges Auto, das als idealer Partner in Beruf und Freizeit auf neue Weise den vielfältigsten Ansprüche und Aufgaben genügen kann und zudem auch Ausdruck für einen unkonventionellen Lebensstil ist.

Wünsche, die der Multipla perfekt erfüllt. Der neue Fiat ist extrem kompakt, bietet bei einer Länge von 3,99 Meter sechs gleichgroße Sitze in zwei Reihen und einen großen Gepäckraum (430 bis 1.300 Liter). Weitere Vorteile sind der flache Wagenboden, die große Variabilität und der hohe Komfort, die je nach Bedarf die Nutzung des Multipla Fiat als Limousine, Kombi oder Minivan erlauben.

Dazu ist er wendig, übersichtlich und glänzt durch eine klare Bedienung. Zentimetergenaues Einparken wird so zum Kinderspiel, ebenso die Wendeschleife in der überfüllten City. Das günstige Preis-/Leistungsverhältnis und der hohe Sicherheitsstandard (u.a. Seitenairbags Serie) runden die Habenseite des neuen Kompakt-Van ab.

Den Multipla Fiat werden vor allem auch weibliche Kunden schätzen. Ob Single, Mutter oder auch Paare - alle sind überzeugt von der Vielseitigkeit des neuen Kompakt-Vans, der sich beim Einkaufen, bei Fahrten mit den Kindern zur Schule, in der Freizeit oder unterwegs mit Freunden als Verwandlungskünstler mit Hang zum Praktischen erweist. Zudem wird er häufig als Zweitwagen genutzt werden.

Neben bequemem und entspanntem Reisen mit bis zu sechs Personen vermittelt die Unterbringung der Passagiere in zwei Reihen zusammen mit dem hellen und freundlichen Innenraum mit seinen vielen praktischen Detaillösungen ein neues Zusammengehörigkeitsgefühl - nicht nur für Familien. Man sitzt nicht in Reih und Glied hintereinander, sondern kann die Sitzlandschaft mit wenigen Handgriffen nach eigenen Wünschen gestalten. So kann man miteinander plaudern, sich die Fahrzeit mit Spielen vertreiben, die ungehinderte Sicht nach draußen genießen oder Radio hören. Die aufwendige Schalldämmung und das insgesamt niedrige Geräuschniveau schonen die Stimmbänder und bescheren ungetrübte Kommunikation.

Auch im beruflichen Einsatz und im Freizeitsport-Bereich erweist sich der Multipla Fiat als idealer Partner. Nach dem Ausbau der Sitze findet die Kleiderkollektion des Vertreters übersichtlich Platz, können innen bis zu drei Mountainbikes und in der Dachbox Snowboards oder Skier für die ganze Familie mit in das Wochenende oder die Winterferien reisen.

Der Mulipla Fiat spricht als Konzept-Leader einer neuen Fahrzeugkategorie Käufer an, die den Reiz des Ungewöhnlichen mit der Vernunft des Praktischen verbinden. Eine Fahrzeugkategorie, die im Lauf der kommenden Jahre mit einer Fülle neuer Modelle belebt wird und die ihre großen Erfolge noch vor sich hat.

Denn während sich der Absatz der traditionellen Vans in Europa von 120.000 Einheiten in 1990 auf 400.000 im Jahr 2000 einpendeln wird (davon in Deutschland rund 120.000 Einheiten), erwarten die Marktexperten bei den Kompakt-Vans ungleich größere Zuwachsraten. So sollen die Verkäufe in Europa von rund 100.000 Einheiten in 1997 auf 800.000 im Jahr 2000 steigen. Und auch in Deutschland wird mit einem Anstieg der Absatzzahlen von derzeit 50.000 auf 300.000 Einheiten innerhalb von zwei Jahren gerechnet.

Eine Entwicklung, an welcher der italienische Automobilhersteller mit dem Multipla teilhaben will. Für dieses Jahr ist die Produktion von 40.000 Multipla geplant, die - je nach Erfolg - auf bis zu 120.000 Einheiten jährlich angehoben werden kann.

Für den deutschen Markt ist in diesem Jahr ein Absatz von 14.000 Multipla Fiat vorgesehen, mit einer Mix-Verteilung von 70 Prozent Multipla 1.6 16V und 30 Prozent Multipla 1.9 JTD. Im Jahr 2000 ist der Verkauf von 18.000 Einheiten geplant, der 2001 auf 21.000 Multipla anwachsen soll.

Fiat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Frankfurt, im Februar 1999

Quelle: Fiat Presemappe 1999